Fensterbänke für drinnen und draußen

Fensterbänke gibt es für drinnen und draußen. Eine Gemeinsamkeit besitzen Außen- und Innenfensterbänke – sie werden an der unteren Laibung des Fensters angebracht. 

Zeitung lesen am Fenster zur StraßeHBI Holz-Bau-Industrie GmbH & Co. KG

Unterschiede bei den Anforderungen

Speziell Außenfensterbänke müssen den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. Im Sommer kann es zum Beispiel auf der Fensterbank brütend heiß werden, so dass man sich an ihr die Finger verbrennt. Im Winter hingegen kann man dort höchstens den Champagner kühl stellen. Und wenn auf einen heißen Sommertag ein kühler Gewitterregen auf die Fensterbank prasselt, muss die Außenfensterbank enorme Temperaturunterschiede in kürzester Zeit „abkönnen“ – und darf dabei auch nichts von ihrer Belastbarkeit und ihrem Aussehen verlieren.

Eine Innenfensterbank hat hingegen eine weitgehend gleiche Temperatur das ganze Jahr über. Dafür muss sie es mitunter aushalten, dass Frau oder Mann auf sie steigt, um das Fenster zu putzen. Häufig ist sie auch eine Blumenbank oder wird mit sonstigen Dekoobjekten bestückt. Ein großer Unterschied zwischen Außen- und Innenfensterbank ist zudem, dass Außenfensterbänke häufig Bestandteil des Fensters sind, während Innenfensterbänke separat dazu gekauft oder angefertigt werden müssen. So besteht für die Dame des Hauses, die überwiegend für die Innengestaltung verantwortlich ist, die Chance, eine Fensterbank ganz nach ihren Vorstellungen und passend zur Inneneinrichtung auszuwählen. Der Ehemann nimmt derartige Vorschläge in aller Regel ab.

Materialauswahl

Bei der Materialauswahl hingegen ist wieder der Mann gefragt. Ihm stehen die unterschiedlichsten Materialien wie Holz und Holzwerkstoffe, Beton- und Kunstwerksteine zur Wahl. Ganz edel wird es, wenn die Fensterbank aus poliertem Granit oder gar Marmor ist. Eher praktisch ist es, wenn in Küchen oder Bädern die Fensterbank verfliest wird. In diesem Fall ist dann der Fliesenleger für den Einbau der Bank zuständig.

Auflagefläche

Eine Innenfensterbank kann bündig mit der Wand abschließen oder auch in den Raum vorstehen. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Fensterbank genügend Auflagefläche besitzt. Ein Drittel der Bankbreite als Auflager ist zu wenig, die Hälfte sollte es schon sein. Bei breiten Fensterbänken ist es ratsam, diese links und rechts in die Fensterlaibung einzustemmen. Ansonsten kann die Fensterbank auch einfach nur in die Laibung eingeputzt werden. Schwere Fensterbänke (z.B. aus Marmor) brauchen im vorderen Bereich meist eine zusätzliche Unterstützung, z.B. in Form eines verzinkten Stahlrohrs. Wichtig ist zudem, dass der Anschluss zwischen Fensterbank und Fenster dicht ausgeführt wird. Nur so lässt sich unangenehme Zugluft oder das Eindringen von ablaufendem Schwitzwasser vermeiden.

Schutz vor Regen dank Außenfensterbank

Die Hauptaufgabe einer Außenfensterbank ist es hingegen, das vom Fenster ablaufende Regenwasser so abzuleiten, dass sich an der Fassade keine Streifen und Verfärbungen bilden. Dies ist insbesondere bei den Putzfassaden mit Wärmedämmverbundsystem ein Problem. Die Fensterbank muss daher mindestens einen Überstand von 3 bis 5 cm zur Fassade besitzen. Zusätzlich brauchen Außenfensterbänke eine Tropfnase bei Metallfensterbänken oder eine Wasserabreißnut bei Steinfensterbänken. Diese sorgen dafür, dass das Regenwasser elegant in den Boden gelangt, ohne dabei die Fassade zu nässen. Ein zusätzliches Gefälle der Fensterbank von mindestens 8 % hilft dabei. 

Dämmung bei Außenfensterbänken

Wichtig im Sinne der Energieeinsparung ist bei Außenfensterbänken die Dämmung, um Wärmebrücken zu vermeiden. Die Dämmung muss zwischen Fensterbank und Brüstungsmauerwerk eingebracht sein. Außenfensterbänke werden meist aus Metall (z.B. Zinkblech, Aluminium oder Kupfer) ausgeführt. Es sind aber auch Natur- und Betonwerkstein oder Kunststein möglich. Bei Metallfensterbänken stört bei Regen häufig das Trommelgeräusch. Dies lässt sich durch den Einbau einer Antidröhnfolie zumindest dämpfen.