Dachwohnfenster für mehr Licht unter dem Dach

Altes Gerümpel findet man im früheren Speicher eines Hauses nur noch selten. Meist ist das Dachgeschoss heutzutage ausgebaut, denn Wohnraum ist knapp. Da bietet sich der Raum unter dem Dach geradezu an. Zumal die Menschen immer mehr Quadratmeter für sich beanspruchen. Fünf Personen auf 70 Quadratmeter, das galt früher als geräumig. Damit kommt man heute nicht mehr aus, weshalb sich der Ausbau des Dachgeschosses geradezu anbietet.

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Die Räume unter dem Dach brauchen natürlich auch ein Fenster, damit Luft und Licht in sie hineingelangt. Dafür stehen dem Hausherrn Dachgaubenfenster und Dachwohnfenster zur Verfügung. Dachgaubenfenster werden vertikal eingebaut und sind im Prinzip die gleichen, die auch für die Räume darunter verwendet werden. Hier soll es deshalb nur um die Dachwohnfenster gehen, die in die Dachschräge eingebaut werden. Diese Fenster haben also die gleiche Neigung wie das Dach bzw. sie unterscheidet sich nur geringfügig. 

Dachwohnfenster oder Dachgaubenfenster: Die Gemeinsamkeiten

Obwohl es sehr viele Varianten von Dachwohnfenstern gibt, so haben sie doch einige Gemeinsamkeiten. Dachwohnfenster besitzen zum Beispiel Lüftungsklappen, um auch im geschlossenen Zustand für frische Luft zu sorgen. Zusätzlich sind die Klappen noch mit einem Luftfilter ausgestattet, so kommen auch keine Mücken, Staub oder Flugschnee in den Dachraum. Meist sind die Dachwohnfenster auch mit einem speziellen Scharnier versehen, mit dessen Hilfe es möglich ist, das Fenster komplett nach innen zu schwenken und in diesem Zustand zu arretieren. So kann auch die Außenscheibe problemlos und ohne jede Verrenkung geputzt werden. Damit das Fenster auch bei starkem Wind offen bleibt, hat es einen Sicherheitsriegel, mit dem es festgestellt werden kann. Oft sind Dachwohnfenster auch mit Trägern für einen Sonnenschutz versehen. Dieser kann dann problemlos befestigt werden. Zu einem Dachwohnfenster gehört serienmäßig auch ein Markisenkasten, in dem bei Bedarf eine Außenmarkise ihren Platz findet.

Dachwohnfenster oder Dachgaubenfenster: Die Unterschiede

Von den Gemeinsamkeiten zu den Unterschieden von Dachwohnfenstern. Ein Vorteil der Dachwohnfenster gegenüber Dachgaubenfenster ist der günstigere Lichteinfall. Die Lichtausbeute ist bei diesem um 100 bis 300 Prozent höher. Allerdings kommt man bei flach geneigten Dächern kaum um eine Dachgaube herum, damit die Raumhöhe zumindest halbwegs akzeptabel wird. Grundsätzlich wird zwischen Schwingfenstern, Klapp-Schwing-Fenstern oder Ausstiegsfenstern unterschieden. Zudem gibt es noch Fenster mit Schiebeflügeln. Diese können seitlich weggeschoben werden, sodass die Sonnenstrahlen ungebremst unter das Dach gelangen. Ein besonderes Freilufterlebnis bringen die zweiflügeligen Dachwohnfenster in den Dachraum, die sich zu einem kleinen Dachaustritt öffnen lassen. Noch besser sind nur noch die Dachwohnfenster, die - Türen gleich - den Weg freigeben zu einem schicken Dachbalkon. Geöffnet und geschlossen werden Dachwohnfenster entweder mit der Hand oder elektrisch. Das gilt auch für Rollläden, wobei das elektrischen Öffnen und Schließen dank Solartechnik auch kabellos erfolgen kann. Rollläden schützen im Winter vor Kälte und im Sommer vor der größten Hitze. Zudem schützen sie die Fenster vor allzu heftigen Hageleinschlägen. Neben Rollläden gibt es für Dachwohnfenster aber auch noch eine Vielzahl an Rollos, Faltstores, Jalousetten oder Markisen.

Fensterrahmen

Die Fensterrahmen eines Dachwohnfensters sind in der Regel aus Holz oder Kunststoff. Insbesondere die nordische Kiefer wird für die Fenster gerne genommen, wobei die Rahmen im endlasierten Zustand ausgeliefert werden. Holz kommt häufig auch bei den Dachwohnfenstern aus Kunststoff zum Einsatz. Während der Kern aus Holz ist, besteht die sichtbare Umhüllung aus nahtlos gegossenem Polyurethan. Auf der Wetterseite haben die Fenster meist noch einen zusätzlichen Schutz durch eine Metallabdeckung. Diese kann aus Kupfer, Titanzink oder Aluminium bestehen. Bei der Wahl des geeigneten Metalls wird sich in der Regel daran orientiert, welches Metall ansonsten auf dem Dach verwendet wurde. Sind die Dachrinnen z.B. aus Kupfer, so sollten es auch die Außenabdeckung des Dachwohnfensters und die Eindeckrahmen ebenfalls sein. Dachwohnfenster müssen natürlich auch den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) gerecht werden. So sind sie auch gedämmt erhältlich. Die Außenverglasung eines Dachwohnfensters besteht aus einem besonders gehärteten Einscheiben-Sicherheitsglas. Für die Innenverglasung kommt hingegen oft ein Verbundsicherheitsglas zum Einsatz, das bietet erhöhten Einbruchschutz.